Dreikanal-Stereoverstärker "ORCHESTER"(2)


Schon in zartem Alter von 14 Jahren haben mich die damals neuen und unglaublich teuren Subminiatur-Röhren fasziniert. Mein damals erstes selbstgebautes Radiogerät (Audion) befand sich in einer Seifendose und war mit einer direkt geheizten Subminiatur-Röhre bestückt.
Nun in hohem Alter befiel mich der Wunsch, wieder etwas mit diesen putzigen Röhrchen zu bauen. Zum Größenvergleich habe ich die im "ORCHESTER"-Amp verwendeten Röhren mal neben einen Bananenstecker platziert.


Submini-Röhren im Vergleich zu einem Bananenstecker


Links neben dem Bananenstecker liegt die Doppeltriode 6021 und rechts davon die Beam "Power" Pentode 5902.


Als Behausung habe ich ein ausgebranntes MOTOROLA Mobilfunkgerät verwendet, dessen verkohlte Beschichtung abgeschliffen wurde. Die Größe entspricht etwa der, eines kleinen Autoradios. Das Alu-Spritzguss-Gehäse besteht aus Oberteil, Mittelrahmen und Unterteil (nahezu identisch dem Oberteil). Durch das Aussehen des von der Beschichtung befreite Alu-Gehäuses bot sich ein Design im "Techno-Look" an. Das Oberteil und der Mittelrahmen wurden mit feinem Sandpapier "gebürstet", das Unterteil dunkel gespritzt.
Da das Gehäuse in montiertem Zustand HF-dicht ist, und die gesamte Schaltung (auch die Heizung) mit Gleichspannung betrieben wird, erübrigten sich im Inneren abgeschirmte Leitungen, was den Aufbau erheblich vereinfachte (die Entkopplung beider Stereokanäle wurde vernachlässigt). Das Gerät ist absolut brummfrei. Die Verkleidung hinter den Röhren verbirgt die drei Ausgangsübertrager sowie die NF-Quellen-Wahl (Relais). Sie wurde mit einer Laubsäge aus Alu-Lochblech gefertigt, die Rückwand besteht aus einem 1mm-Alu-Blech.


Oberteil und Mittelrahmen

Mittelrahmen und Oberteil (v.l.). Vorn am Mittelrahmen befindet sich das Bedienteil hinter einem Lochblech. Links ist der Wahlschalter für die Tonquelle (Radio / CD). Daran schließen sich die Regler für Lautstärke, Höhen, Bässe und Balance an. Ganz rechts ist der Schalter "Ein / Stand by". In eingeschaltetem Zustand leuchten die Betriebsanzeigen (LEDs hinter der Blende) neben den beiden Schaltern. Das Oberteil (rechts) ist bereits mit den Röhrenfassungen und der Verkleidung der AÜs ausgerüstet.

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